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Stottern online behandelbar?

Etwa 800000 Menschen, vorwiegend Jungen und Männer, kennen das Problem: sie stottern. Wenn sie sprechen, haben Sie Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden. Diese Schwierigkeiten treten nicht immer und auch nicht in jeder Situation auf, sondern kommen willkürlich und plötzlich. Und das macht die Kommunikation unberechenbar und für viele zur Tortur. Deshalb meiden Betroffene bestimmte Situationen und sprechen nur das Nötigste.

Stotterern kann geholfen werden. Je früher man das Problem logopädisch angeht, desto größer sind die Chancen, dass man es gut in den Griff bekommt. Aber beim Stottern kann ein guter Therapeut nie die Prognose geben, dass das Problem ganz behoben werden kann. Aber eine Therapie ist in jedem Fall sinnvoll, da das Sprechproblem auf jeden Fall verbessert werden kann und der Betroffene viele Hilfestellungen für das alltägliche Sprechen bekommt, sollte es nicht zu einer vollständigen Linderung kommen.

Aber Stottern online behandeln, geht das, ohne, dass der Therapeut dem Patienten direkt gegenüber sitzt und mit ihm direkt in Kontakt steht? Aus unserer Sicht ist dies sehr kritisch zu sehen und wir halten es kaum für möglich. Für eine effektive und gute Therapie ist ein direkter Kontakt zum Patienten einfach unabdingbar. Der Therapeut muss, wenn es zum Beispiel um die Verbesserung der Atmung geht, dem Patienten durch Handauflegen wichtige Regionen zeigen können, um so dem Betroffenen ein besseres Gespür vermitteln zu können. Und vor allem ist gerade bei der Therapie des Stotterns wichtig, dass der Patient ein intensives Verhältnis zum Therapeuten aufbauen kann. Nur geht das online?

Jeder Betroffene, der Hilfe sucht, muss selbst entscheiden, aber man muss sich immer im Klaren sein, was man möchte und wie man dies erreichen möchte.

Stotterer vermeiden häufig das Sprechen

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Foto: © Rainer Sturm  / PIXELIO